goldschmiede

4.18.2006

Das erste Mal ...

... macht es nicht leicht.
Wo also beginnen? Beim ersten Feilstrich, als elfjähriger beim Goldschmied in unserem Haus, wo ich (mit sehr viel Hilfe) einen Anhänger machen durfte? Warum nicht - schließlich war ich da noch voller Illusionen.

Auf der linken Seite war der Zigarettenladen, und rechts - zwischen Haustüre und Hofeinfahrt - war und ist eine kleine Goldschmiede. Der Meister war ein sehr gemütlicher Pfeifenraucher, der in seiner winzigen Werkstatt im Hinterraum einem Kollegen (Meister oder Geselle - keine Ahnung mehr) gegenübersaß und einen Blick auf den Hinterhof hatte. In diesem trieb ich mich oft herum und nach häufigem Grüßen holte ich auch ab und zu eine Brotzeit vom Bäcker oder Feinkostladen nebenan - der erste Kontakt!
Schließlich wurde ich einmal eingeladen, ein Stück anzufertigen. Einen Stein durfte ich mir aussuchen. Es war irgendein braun-rötlicher, quadratische Grundfläche und oben muggelig geschliffen. Dieser wurde in Silber eingefasst und mit einer stehenden Öse an einer Ecke versehen. Wow, das war ein Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk für meine Mutter!
Was ich eigentlich arbeitstechnisch zur Vollendung dieser Kostbarkeit beigetragen habe, weiß ich wirklich nicht mehr. Mein Interesse war auch nicht allzu groß - und doch ist es eine schöne Erinnerung an die Kindheit.

So, das war's erst mal.
Noch ein Link-Tipp: Guter-Kaffe.de

Ciao